Kaufunktionsstörungen

In unserer Ludwigshafener Praxis arbeiten wir nach dem Leitbild der ganzheitlich orientierten funktionellen Kieferorthopädie, welche die Zähne und Kiefer als Teil eines funktionalen körperlichen Gesamtsystems betrachtet. Funktionsstörungen der Kaumuskeln und Kiefergelenke (Craniomandibuläre Dysfunktion = CMD) stellen ein komplexes Krankheitsbild dar, das Symptome weit über den Kauapparat hinaus verursachen kann.

Ursachen

Unter anderem kann man Stressauslöser in unserem Alltag in diesem Zusammenhang nicht außer Acht lassen. Sie bewirken zum Beispiel eine erhöhte krankhafte Aktivität der Kaumuskulatur, welche unter anderem zum nächtlichen Zähneknirschen oder -pressen führen kann.

Folgen

Dies bewirkt, dass die Zähne schneller abgenutzt und teilweise empfindlich geschädigt werden. Die Kaumuskeln vergrößern und verhärten sich. Der Unterkiefer kann oftmals nicht mehr störungsfrei vollständig geöffnet werden. Außerdem treten Schmerzen der Zähne, Kiefer und Kiefergelenke auf. Darüber hinaus können sich diese Beschwerden auf den Nacken, Schulter und Rücken ausdehnen.

Therapie

Entlastungsschienen eignen sich zum Schutz von Zähnen und Kiefergelenken. Kieferorthopäden passen diese individuell an das Zahnsystem an. Sie werden vor allem nachts getragen. Zum einen wird dadurch die Zahnsubstanz geschont, zum anderen die Kiefergelenke entlastet, außerdem nehmen die Muskelverspannungen ab.
Hier ist es jedoch von besonderer Bedeutung die Zusammenhänge der anatomischen und neuromuskulären Strukturen über das orofaziale (lat. os = Mund, facies = Gesicht) System hinaus zu betrachten und in die fachlichen Überlegungen einzubeziehen. Erst die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit weiteren Fachkollegen ermöglicht es, eine nachhaltige, wirksame und zahnschonende Therapie der Kaufunktionsstörung zu entwickeln.